Prof. Dr. Muhammad Abu Al Fadl  Badran 

 

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  Seit sie an meiner Tre klopfte, ich sie reinließ, ich dann selbst rausging war ich draußen geblieben

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Email: badranm@hotmail.com

                                          Etwas Nichts

 

Von Muhammad Abul Fadl Badran[1]

 

Stellten sich alle Wörter in einer langen Reihe auf

Es war ganz warm

Jedes Wort versteckte sich hinter seiner Bedeutungswolke

Ich suchte in den Worten nach einer Wolke, die mir Schatten spendet

Fand endlich das Wort Liebe. Sein Schatten wat schön, feucht

Es lud mich in seine Buchstaben ein

Ich umarmte es und tu es immer noch

 

Ich teile meinen Kopf in zwei

Es gibt darin so viele Dinge, die ich nicht brauche

Ich halte diejenigen, die ich zufällig in meinem Leben gesehen habe, an

Ich nehme sie raus und lege sie zur Schau

Viele Menschen, so viele, dass man sie nicht zu zählen vermag

Ich versuche, mich zu erinnern

Oh

Diesen Mann traf ich bei einem Abendessen

Jenen in eine Moschee

An dieser Frau hier erinnere ich mich gut

Sie saß mir in einem Zug gegenber, der in umgekehrter Richtung fuhr

Die andere Frau dort drben verfolgte mich mit ihrem Auto ohne Grund

 

Oh

Und jene Leute sah ich vom Fester eines Flugzeugs aus, wie sie sich an den Wolken festhielten

Sie gruben Wasserkanäle und Flsse auf den Wolken

 

Ich wusch meinen Kopf

Die andere Seite war ganz verschwunden

 

Seit sie an meiner Tre klopfte,

ich sie reinließ,

ich dann selbst rausging

war ich draußen geblieben

 

Die Haare auf meinem Kopf waren schwer geworden

Der Friseur sah mich und erschrak

Du brauchst einen Bulldozer, der dir die Dörfer, Städte und Kriege auf deinen Kopf zerstört

- Wie bitte?

- Dein Kopf ist durchsichtig. Ich sehe Alles!

Er brachte mir zwei Spiegel, damit ich sehen konnte

Ich erschrak von dem, was ich sah

Ich riß meinen Kopf ab, legte ihn auf den Sessel und rannte los

 

Vor langer Zeit, da pflegte eine Frau unser Haus häufig zu besuchen

Sie kam einmal im Jahr

Sie saß mit meiner Mutter, alle anderen Frauen um sie herum versammelt

Als sie mich sah und mein Gesicht beobachtete, sagte sie zu meiner Mutter

Dein Sohn hier wird durch die Welt ziehen und zwei Mal heiraten

Seitdem warte ich.

 

Die Straßen sind leer von Menschen

Die Menschen sind leer von Straßen

 

Als ich den Himmel rot werden sah

wusste ich, dass etwas geschehen wird.

Als ich den Himmel blau werden sah,

wusste ich, dass etwas geschehen war.

 

Ich stand vor einem Baum.

Als eine Schildkröte kam, um mich zu fressen,

stieg ich auf den Baum

Dort sah ich ein Nest, in dem sich ein Ei befand.

Ich versteckte mich darin

Als die Schildkröte den Baum erklomm

Und das Ei verschlingen wollte

flog das Ei davon.

 

 

Nichts

 

Sie fragt mich nach den Grund meiner Trauer

und lacht dabei.

 

Wie schön ich doch bin, auf den Flgeln eines Schmetterlings getragen

durch eine alte Straße!

 

Der Polizist stoppte mein Auto,

das von sich selbst fuhr

                                                                        ohne mich

Er schrieb ihm ein Strafzettel

und ließ es weiterfahren

 

Die Mcke ist ein seltsames Wesen

Wir schlagen sie tot,

um uns stark zu fhlen

 

Eines Tages in der Zukunft

fragte ein Baum den Vogel, der sich auf seine Zweige niederließ

..................

......................................................................... Er lächelte!

 

Die Zeit ist  ein Buch,

das uns schreibt

 

Meine Hand tut meiner Schulter weh

Ich reiße sie heraus

und gebe sie dem Wind,

der sie weit ber den Berg schleudert.

Er begann zu tanzen.

 

Mein Spiegel ist von den Sprhregen der Bäume bedeckt

Regen ist knapp dieses Jahr

 

Keiner

 

Die Städte teilen sich die Menschen

Deshalb

flchten die schönen Schmetterlinge aufs Land in den Feldern

 

Im Ruba el-Khali[2]

wo die Gärten eng nebeneinander liegen

Sagte eine Rose zur anderen:

                        Warum bedrckt dich das Leben?

 

 

Ich steige ber das Licht hinaus

erblicke die Dunkelheit,

die mir Widerstand leistet!

 

Ich zeichne die Karte meines Lebens

auf der Tätowierung einer Frau

Sie fragt mich eines Tages nach meiner Adresse

 

                                                                                    Nichts

 

Die Übergänge schämen sich vor ihren Passanten

Sie schließen die Augen

wenn wir ber ihre Körper gehen.

 

Ich ziehe mein Leichentuch ber

und schlendere durch die Wege des Friedhofs

als ich ber eine Ameise stolpere.

Sie fluchte und wnschte mir den Tod!

 

Er sagte

            Sie sagte

Als sie gingen

            trennten sich Ihre Worte

 

Er sagte

            Sie sagte

Als sie sich umarmten

            trafen sich ihre Worte

 

Ein Vogel setzte sich auf mein Gesicht

                                    Und baute ein Nest

Eines Tages sah ich meine Zukunft in seinen Flgeln eingraviert

Ich wollte ihn fangen

                                    damit ich sehe, was kommen wird

Er flog mir davon und kam nie wieder

            Ich suche ihn seither

Sein Nest immer noch ber meine Augen!


[1] Übersetzung von Abier Bushnaq

[2] Sandwste im Sden der arabischen Halbinsel.

Email: badranm@hotmail.com